Handwachs-Presse

Handwachspresse ermöglicht das manuelle Trennen von Honig und Wachs aus dem Bienenwabenbau inklusive der Wachskappen. Wir bieten Wachs- und Honigpressen in verschiedenen Größen und Ausführungen an, einige davon auch mit Schutzbehälter. Dank des Trapezgewindes erzeugt die Presse den erforderlichen Druck und ist mit einer massiven Spindel, einem stabilen Presskopf, einem Auffangsieb sowie einem Auslauf ausgestattet. In die Trommel können Wachs mit Honig, Wachskappen sowie ganze Waben eingelegt werden; außerdem eignet sich die Presse auch zum Pressen von Obst.

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Handpressen für Honig und Bienenwachs

Möchten Sie sowohl aus der Honigernte als auch aus dem Entdeckelungsvorgang das volle Potenzial ausschöpfen? Eine Handpresse für Honig und Wachs ist ein bewährtes Hilfsmittel, das sich in der Honigküche schnell bezahlt macht. Sie ermöglicht es, Honig aus Entdeckelungswachs zurückzugewinnen, flüssige Bestandteile zuverlässig vom Wachs zu trennen und auch solche Honige zu verarbeiten, die sich in der Schleuder nur unzureichend lösen. Das Resultat: mehr Honig, geringere Verluste und optimal aufbereitetes Wachs für die weitere Nutzung.

Wofür wird eine Imkerpresse eingesetzt?

Die Honigschleuder bildet zwar die Grundlage der Honigernte, doch die Presse ergänzt sie sinnvoll im imkerlichen Alltag. Ihr Funktionsprinzip ist einfach und effektiv: Durch kontrollierten mechanischen Druck werden die flüssigen Bestandteile (Honig, Honigreste) von den festen Komponenten (Wachs, Wabenreste, Kokons, Propolis u. Ä.) getrennt. Überall dort, wo Abtropfen zu lange dauert oder die Schleuder an ihre Grenzen stößt, spielt die Presse ihre Stärken aus.

Wann lohnt sich der Einsatz einer Handpresse besonders?

  • Entdeckelungswachs pressen – in den Wachsdeckeln verbleibt oft erstaunlich viel hochwertiger Honig. Durch das Pressen gewinnen Sie diesen zügig zurück und erhalten zugleich deutlich trockeneres Wachs, das sich besser einschmelzen lässt.

  • Verarbeitung von Waben und ganzen Rähmchen – ideal bei Naturbau, beim Einschmelzen älterer Waben oder bei schwer schleuderbarem Wildbau.

  • Melezitose- und Heidehonig – stark zähflüssige, thixotrope oder rasch kristallisierende Honige können die Waben regelrecht verfestigen. In solchen Fällen ist das Pressen oft der effizienteste Weg, den Honig zu gewinnen.

  • Flexible Nutzung außerhalb der Honigsaison – viele Handpressen lassen sich, bei geeigneter Bauweise und konsequenter Hygiene, auch zum Pressen von zerkleinertem Obst für Saft verwenden.

Entdeckelungswachs pressen: mehr Ausbeute, schnelleres Arbeiten

Beim Entdeckeln bleibt stets ein Teil des Honigs im Wachs gebunden. Lässt man die Deckel lediglich abtropfen, geht nicht nur Zeit verloren, sondern auch ein Teil des wertvollen Honigs verbleibt im Wachs. Mit einer Handpresse lassen sich die Deckel effizient, sauber und verlustarm verarbeiten. Das bringt in der Praxis folgende Vorteile:

  • höherer Honigertrag aus dem Entdeckelungsprozess,

  • trockeneres Restwachs für einfacheres Schmelzen und Lagern,

  • zügiger Arbeitsablauf ohne langes Abtropfen,

  • saubere Honigküche durch gezielten Ablauf in ein Auffanggefäß.

Optimal ist das Pressen in einer warmen Umgebung oder mit leicht vorgewärmtem Material, damit der Honig gut fließt. Den gewonnenen Honig sollten Sie anschließend sieben und ruhen lassen, da sich beim Pressen feine Wachspartikel lösen können.

Wachspressen: Kontrolle über einen wertvollen Rohstoff

Bienenwachs ist für Imker ein bedeutender Rohstoff – unabhängig davon, ob es wieder zu Mittelwänden verarbeitet oder für Kerzen und andere Produkte genutzt wird. Eine Handpresse dient bei der Wachsbearbeitung vor allem als ergänzender Arbeitsschritt, um verwertbare Bestandteile aus Restmaterial zu gewinnen und feste Verunreinigungen abzutrennen.

Besonders gute Ergebnisse erzielen Sie, wenn das Wachs entsprechend vorbereitet ist, etwa durch vorheriges Schmelzen und Grobfiltern. Das Pressen übernimmt dann das Nachreinigen bzw. das Auspressen nutzbarer Rückstände. Vorgehensweise und Intensität sollten stets an Wachstyp und Arbeitsroutine angepasst werden.

Worauf es bei Handpressen ankommt

Bei der Auswahl einer Presse für die Imkerei spielen Hygiene, Stabilität und Bedienkomfort eine zentrale Rolle. Qualitativ hochwertige Modelle zeichnen sich durch folgende Merkmale aus:

Edelstahl in Lebensmittelqualität

Sämtliche Teile mit Kontakt zu Honig oder Wachs sollten aus lebensmittelechtem Edelstahl gefertigt sein. Dieses Material ist geschmacksneutral, säurebeständig und lässt sich problemlos reinigen und hygienisch sauber halten.

Robuste Bauweise und langlebiges Gewinde

Eine stabile Konstruktion sowie ein belastbares Gewinde (oft als Trapezgewinde ausgeführt) sind entscheidend für eine lange Lebensdauer. Dank passender Übersetzung und ausreichend langer Kurbel lässt sich der nötige Pressdruck mit moderatem Kraftaufwand erzeugen. Ebenso wichtig ist ein sicherer Stand auf Tisch oder Gestell.

Durchdachter Presskorb und sauberer Ablauf

Bewährt haben sich Pressen mit perforiertem Korb oder Inneneinsatz sowie einem Außenbehälter mit Auslauf. Der Honig oder Saft fließt direkt in das vorgesehene Gefäß, wodurch die Arbeitsumgebung sauber bleibt.

Die passende Handpresse auswählen

Entscheidend sind vor allem Korbinhalt und Gesamtkapazität. Für Hobbyimker genügt häufig eine kompakte Tischpresse mit einem Fassungsvermögen von etwa 3–5 Litern. Bei größeren Mengen Entdeckelungswachs oder regelmäßigem Einsatz empfiehlt sich ein stabileres Modell ab 10 Litern, das größere Chargen effizient verarbeitet.

Berücksichtigen Sie außerdem, ob die Presse ausschließlich für Entdeckelungswachs oder auch für anspruchsvollere Materialien wie Waben oder Melezitosehonig gedacht ist. In solchen Fällen sind eine besonders robuste Ausführung, ein hochwertiges Gewinde und ein großzügig dimensionierter Korb von Vorteil.

Praxis-Tipp für Imker

Für sauberen Honig und weniger Reinigungsaufwand empfiehlt sich die Verwendung eines Presssacks (Netzes). Er hält feine Wachsteilchen zurück, verbessert die Filtration und erleichtert nach dem Pressen das Entleeren und Säubern des Korbes.

Bewährte Tipps aus der imkerlichen Praxis

  • In kleineren Portionen pressen und den Druck langsam steigern – das schont Mechanik und Material.

  • Warme Bedingungen nutzen – fließfähiger Honig trennt sich leichter und sauberer.

  • Netz oder Einsatz verwenden – für besseren Honig und einfachere Reinigung.

  • Honig ruhen lassen – feine Wachspartikel setzen sich nach dem Pressen ab.

Reinigung, Pflege und Hygiene

Edelstahl erleichtert zwar die Pflege, dennoch sind grundlegende Hygieneregeln einzuhalten. Zerlegen Sie die Presse möglichst bald nach dem Einsatz und reinigen Sie sie mit warmem bis heißem Wasser, um Honigreste zu lösen und Wachs weich zu machen. Verzichten Sie auf aggressive oder nicht lebensmitteltaugliche Reinigungsmittel.

Achten Sie besonders auf den Gewindemechanismus. Für einen gleichmäßigen Lauf kann der obere, nicht mit Honig in Kontakt kommende Teil bei Bedarf mit einem geeigneten lebensmitteltauglichen Schmiermittel behandelt werden. Wird die Presse sowohl für Wachs als auch für Honig genutzt, ist nach der Wachsbearbeitung eine besonders gründliche Reinigung wichtig.

Häufig gestellte Fragen

Ist eine Handpresse auch für Einsteiger geeignet?

Ja. Die Handhabung ist einfach und bei sauberer Arbeitsweise ist eine Handpresse bereits für Anfänger eine wertvolle Unterstützung. Wichtig ist, den Pressdruck langsam aufzubauen und die Presse nicht zu überlasten.

Was passiert mit dem Pressrückstand?

Beim Entdeckelungswachs entsteht ein trockenes Wachs, das sich gut weiterverarbeiten lässt. Bei alten Waben oder stark verschmutztem Material bleibt meist ein fester Rückstand mit nur noch geringem nutzbarem Anteil zurück.

Sollte gepresster Honig gefiltert werden?

Eine zumindest grobe Filterung ist empfehlenswert. Beim Pressen können feine Wachspartikel in den Honig gelangen, die durch Sieben und anschließendes Klären entfernt werden.

Presse passend zu Völkerzahl und Arbeitsweise wählen

In dieser Kategorie finden Sie Handpressen für Entdeckelungswachs, für die Verarbeitung von Waben sowie für den kombinierten Einsatz. Achten Sie bei der Auswahl auf Kapazität, Materialqualität und Ablaufgestaltung. Wenn Sie unsicher sind, berücksichtigen Sie die Anzahl Ihrer Bienenvölker, die saisonal anfallende Menge an Entdeckelungswachs sowie den geplanten Umgang mit schwierigen Honigen wie Melezitose- oder Heidehonig.