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Wie sich die globale Erwärmung auf die Lebensbedingungen der Bienen auswirkt. In den letzten Jahrzehnten hat sich das Weltklima deutlich erwärmt – mit direkten Folgen auch für Imkerinnen und Imker sowie ihre Bienenvölker. Nach Erkenntnissen von Hydrometeorologen hat sich in Zentralrussland seit 1990 die Erwärmungsrate mehr als verdoppelt. Für die Imkerei bedeutet das, neue Maßnahmen einzuführen und die Verfahren in der Bienenhaltung sowie beim Anbau nektar- und pollenliefernder Trachtpflanzen anzupassen. Veränderungen von Wetter und Dauer der günstigen Tage für den Nektareintrag. Eine bereits 1972 begonnene Untersuchung bewertete die Sommeraktivität der Bienenvölker und verglich sie mit den Veränderungen der Klimabedingungen. Als „Sommertag“ galt für die Zwecke der Studie jeder Tag mit stabilen Temperaturen zwischen 12–26 °C, ohne starken Wind und ohne Regen.

Wie sich die globale Erwärmung auf die Lebensbedingungen der Bienen auswirkt

In den letzten Jahrzehnten hat sich das Weltklima deutlich erwärmt – mit direkten Folgen auch für Imkerinnen und Imker sowie ihre Bienenvölker. Nach Erkenntnissen von Hydrometeorologen hat sich in Zentralrussland seit 1990 die Erwärmungsrate mehr als verdoppelt. Für die Imkerei bedeutet das, neue Maßnahmen einzuführen und die Verfahren in der Bienenhaltung sowie beim Anbau nektar- und pollenliefernder Trachtpflanzen anzupassen.

Veränderungen des Wetters und der Zahl günstiger Tage für den Nektareintrag

Eine bereits 1972 begonnene Untersuchung bewertete die Sommeraktivität der Bienenvölker und setzte sie in Beziehung zu den Veränderungen der Klimabedingungen. Als „Sommertag“ galt in der Studie jeder Tag mit stabilen Temperaturen zwischen 12–26 °C, ohne starken Wind und ohne Regen. Es zeigte sich, dass die Zahl dieser idealen Tage für den Nektareintrag in den letzten etwa 20 Jahren um fast 17 % zurückgegangen ist. In der Praxis bedeutet das eine spürbare Einbuße bei der Honigleistung.

Auswirkungen einer geringeren Zahl sonniger Tage

Ein wesentlicher Teil des Bienenjahres entfällt auf Juni und Juli – in diesen Monaten tragen die Bienen üblicherweise den überwiegenden Teil der Honigernte in die Beuten ein. Die Zahl der sonnigen Tage in diesem Zeitraum ist jedoch um fast 10 % gesunken, was sich erheblich negativ auf die Honigmenge auswirken kann. Jeder verlorene Trachttag im Juli bedeutet eine spürbare wirtschaftliche Einbuße.

Schlechtere Bedingungen bei der Vorbereitung auf den Winter

September- und Oktobertage sind für Bienenvölker entscheidend, weil in dieser Zeit die Vorbereitung auf die Überwinterung stattfindet. An sonnigen Tagen führen die Bienen den Reinigungsflug durch, der für eine gute Überwinterung unverzichtbar ist. Untersuchungen zeigen jedoch auch in diesem Zeitraum einen allmählichen Rückgang der sonnigen Tage, was den erfolgreichen Winterverlauf der Völker beeinträchtigen kann.

Wetteranomalien und die kritische April-Phase

Gerade der April hat sich in den letzten 20 Jahren als außerordentlich instabiler Monat erwiesen. Wiederkehrende Wintereinbrüche mit niedrigen Temperaturen und Schneefall schränken den rechtzeitigen Zugang der Bienen zu den ersten Frühjahrstrachtpflanzen ein und schwächen die Völker deutlich. Die Aprilabkühlung 2017 mit einer Schneedecke von über 30 cm ist ein Beispiel dafür, wie Bienen über längere Zeit ausschließlich auf die Vorräte in der Beute angewiesen waren.

Diese Situation zwingt Imkerinnen und Imker dazu, Völker in einer Phase zuzufüttern, in der sie normalerweise die ersten Pollen- und Nektarquellen aus der Natur nutzen würden.

Strategien, um Bienen bei der Anpassung an Veränderungen zu unterstützen

Diversifizierung der Trachtpflanzen

Die heutigen Klimabedingungen machen es erforderlich, das Spektrum der angebauten Trachtpflanzen zu erweitern. Neben den traditionell bevorzugten lichtliebenden Arten (Linde, Robinie/Akazie, Buchweizen, Raps) sollten Imkerinnen und Imker auch halbschattenverträgliche Pflanzen (Himbeere, Hagebutte, Geißblatt) sowie schattenliebende Arten (Zitronenmelisse, Maiglöckchen, Aster) fördern.

Auswahl der passenden Bienenrasse

Unter sich wandelnden Bedingungen spielt auch die richtige Zusammensetzung der gehaltenen Bienenrassen eine wichtige Rolle. Kräftige mittelrussische Völker, die sich bei der Überwinterung und in der Nutzung lichtliebender Tracht bewährt haben, lassen sich sinnvoll mit kaukasischen oder Karpatenbienen kombinieren, die sich durch eine höhere Anpassungsfähigkeit an schattige bzw. halbschattige Standorte auszeichnen.

Langfristig hat es sich als ideal erwiesen, mehrere unterschiedliche Linien einzusetzen – das erhöht die Widerstandsfähigkeit des gesamten Bienenstands gegenüber Wetterkapriolen.

Fazit und Empfehlungen für die Praxis

Imkerinnen und Imker sollten neue Lösungen offen und entschlossen umsetzen und dabei insbesondere:

  • Klimaveränderungen und deren Einfluss auf die Bienenaktivität laufend beobachten.

  • Neue Trachtpflanzenarten bzw. -sorten in Betracht ziehen – von sonnigen Lagen bis zu beschatteten Standorten.

  • Schrittweise auf Kombinationen verschiedener Bienenrassen/-linien setzen, damit der Bienenstand bestmöglich auf unvorhersehbare Wetterextreme vorbereitet ist.

  • Futterreserven erhöhen, um die Versorgung der Völker in anomalen Jahren abzusichern.

Verantwortungsvolles Vorgehen und eine gute Planung können die negativen Auswirkungen des Klimawandels minimieren und langfristig eine erfolgreiche Honigproduktion sowie gesunde Bienenvölker sichern.

Aus imkerlichen Übersetzungen nach einer Studie von I. N. Maděbejkin und I. I. Maděbejkin, veröffentlicht in der Zeitschrift „Pčelovodstvo“, Nr. 5/2021, S. 12–14. Übersetzung: Lenka Dařbujanová.

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