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Die Winterzeit ist für Imkerinnen und Imker eine Schlüsselphase, in der jedes unnötige Öffnen der Beute die Gesundheit und sogar das Überleben des Bienenvolkes spürbar gefährden kann. Die Bienen bilden im Winter eine wärmeregulierende Wintertraube, und jede Störung dieser Stabilität führt zu einer Schwächung sowie zu unnötigen Wärmeverlusten. Was also tun, wenn wir den Zustand im Inneren möglichst genau kennen möchten, ohne den Bienen zu schaden? Eine bewährte Lösung ist die Beurteilung des Volkszustands über die Gemülldiagnose am Beutenboden. Das Beobachten des Bodens ist eine einfache Methode, um in der kalten Jahreszeit die Kondition des Volkes effizient einzuschätzen. Gerade moderne Beuten mit Gitterboden (Varroaboden) und Diagnose-/Kontrolleinlage ermöglichen es, die nötigen Informationen zum Zustand der Bienen unkompliziert zu gewinnen.

Die Winterzeit ist für Imkerinnen und Imker eine Schlüsselphase, in der jedes unnötige Öffnen der Beute die Gesundheit und sogar das Überleben des Bienenvolkes spürbar gefährden kann. Die Bienen bilden im Winter eine wärmeregulierende Wintertraube, und jede Störung dieser Stabilität führt zu einer Schwächung sowie zu unnötigen Wärmeverlusten. Was also tun, wenn wir den Zustand im Inneren möglichst genau kennen möchten, ohne den Bienen zu schaden?

Kontrolle des Volkszustands über das Gemüll am Beutenboden

Das Beobachten des Beutenbodens ist eine wenig aufwändige Möglichkeit, um im Winter die Kondition des Bienenvolkes zuverlässig einzuschätzen. Besonders moderne Beuten mit Varroa-Gitterboden und Diagnoseeinlage erlauben es, die notwendigen Hinweise zum Zustand der Bienen einfach zu sammeln.

Bestimmung der Volksstärke anhand des Gemüllfalls

Ziehen wir die Varroa-Einlage vorsichtig heraus, fallen als Erstes die Gemüllstreifen auf, die unter den Wabengassen entstehen. Diese Streifen zeigen, wie viele Wabengassen die Bienen aktuell besetzen – und das hängt direkt mit Vitalität und Größe der Wintertraube zusammen.

Tabelle 1: Zusammenhang zwischen Anzahl der Wabengassen, besetzten Waben, Traubendurchmesser und ungefährer Bienenzahl (nach Brenner, 1969, bei Rähmchenmaß 39×24, angepasst)

Anzahl der Wabengassen (Gemüllstreifen)

Anzahl besetzter Waben

Traubendurchmesser (cm)

Ungefähre Anzahl der Bienen

3

4

15

6 000

4

5

18,5

11 000

5

6

22

18 000

6

7

25,5

28 000

Wabenhygiene am Geruch des Gemülls erkennen

Ein sehr wichtiger Schritt bei der Kontrolle des Beutenbodens ist der Einsatz unseres Geruchssinns. Sauberes Gemüll mit einem angenehmen Wachsduft deutet darauf hin, dass die Waben in Ordnung, nicht verunreinigt und die Bienen gesund sind.

Nehmen Sie bei der Kontrolle jedoch einen unangenehmen Geruch wahr, insbesondere einen kotigen Geruch, ist das ein Hinweis auf Darmprobleme – etwa Nosema. Auslöser können beispielsweise minderwertige oder ungeeignete Wintervorräte sein, etwa aus Heidehonig oder aus Honigtau (insbesondere Lärchen- oder Tannenhonigtau).

Gärende Vorräte – Risiko bei spätem Auffüttern

Ein deutlich alkoholischer Geruch weist auf gärende Vorräte hin. Dieser Zustand entsteht häufig, wenn spät mit Zuckerlösung gefüttert wurde, die zudem eine zu geringe Zuckerkonzentration hatte. Wird das Problem festgestellt, empfiehlt es sich, dem Volk hochwertige verdeckelte Honigvorräte oder Futterteig (Honig-Zucker-Teig) zuzugeben, damit die Bienen den Winter sicher überstehen.

Feuchtigkeit und Schimmel – versteckte Wintergefahren

Stoßen Sie beim Blick auf die Kontrolleinlage auf auffällige weiße Flocken auf Gemüllhäufchen oder auf toten Bienen, ist das ein klares Zeichen für erhöhte Feuchtigkeit und beginnende Schimmelbildung. In solchen Fällen sind häufig auch Pollenwaben betroffen, die als Vorratsspeicher für wichtige Proteine dienen und damit für die Frühjahrsentwicklung des Bienenvolkes entscheidend sind.

Vorratsmenge und wie man sie einfach abschätzt

Die Länge der Streifen aus Wachsgemüll entspricht dem Anteil der Vorräte, den die Bienen bislang noch nicht verbraucht haben. Reichen die Streifen nur bis zur halben Rähmchenlänge, hat das Volk bereits etwa die Hälfte der verfügbaren Vorräte aufgebraucht. Sobald die Streifen die gesamte Rähmchenlänge erreichen, ist sofortiges Handeln nötig – dem Bienenvolk drohen akuter Futtermangel und im schlimmsten Fall der Zusammenbruch.

Pflege und Vorbeugung sichern eine erfolgreiche Überwinterung

Die regelmäßige Kontrolle über die Bodeneinlagen in Kombination mit einem guten Verständnis der Hinweise, die das Gemüll liefert, ist ein einfacher, aber sehr wirksamer Weg, um ein gesundes und starkes Bienenvolk zu erhalten – ohne die Winterruhe direkt zu stören. Wer diesen Signalen Aufmerksamkeit schenkt, kann Probleme oft frühzeitig erkennen und sorgt zugleich dafür, dass die Völker optimal vorbereitet in das kommende Frühjahr starten.

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