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Zementhonig – umgangssprachlich Betonhonig und fachlich Melezitosehonig genannt – entsteht durch eine spezielle Honigtautracht. Traditionell wurde angenommen, dass diese Tracht vor allem auf der Lärche zu finden ist. Heute weiß man jedoch, dass praktisch jede Baumart, auf der Blattläuse leben, zur Melezitosebildung beitragen kann. Das Auftreten von Zementhonig variiert regional sehr stark, von regelmäßigem Vorkommen bis hin zur Seltenheit. Allgemein lässt sich sagen, dass Melezitose hauptsächlich im August und September auftritt. Je später im Jahr sie jedoch erscheint, desto größer ist die Gefahr für die Überwinterung der Bienenvölker. Imker müssen daher stets aufmerksam bleiben und rechtzeitig reagieren.
Jeder Imker weiß, dass Nektar – oder Zuckersirup – für das Überleben der Bienen unerlässlich ist. Die Bienen sind von Natur aus darauf programmiert, Nektar oder andere zuckerhaltige Ersatzstoffe zu sammeln und in den Wabenzellen als Vorrat für den Winter oder Notzeiten einzulagern. Wenn wir jedoch den Honig entnehmen, nehmen wir ihnen diesen Vorrat und müssen ihn deshalb wieder ersetzen – sprich, die Bienen entsprechend zufüttern. Ohne diese Maßnahmen beginnt das Volk zu hungern, es entwickelt sich nicht weiter und stirbt schließlich.
Heutzutage ist die Imkerei erheblich leichter geworden, als man sich vorstellen kann. Unsere Vorfahren ebneten mit großer Mühe und durch zahllose Versuche und Irrtümer den Weg, auf dem die moderne Imkerei heute aufbaut.
Sie beobachten und beschrieben die grundlegenden Abläufe im Leben und Verhalten der Bienen, wie sich ein Imker gegenüber seinen Bienen verhalten sollte und was er von ihnen erwarten kann. Wir können diese Kenntnisse als Gesetzmäßigkeiten im Leben der Bienen zusammenfassen – in der Fachsprache bekannt als Biologie der Honigbiene. Sie bildet das Fundament der imkerlichen Praxis und ist unverzichtbar.
Die genaue Honigsorte, die wir von den Bienen erhalten, hängt vor allem von der Quelle ab – also dem Ort, von dem die Bienen ihren Rohstoff zum Honigsammeln beziehen. Honig wird nach Herkunft und Verarbeitungsmethode kategorisiert.
Zu den bekanntesten Honigsorten gehören Blütenhonig (auch Nektarhonig genannt) und Waldhonig (auch Honigtauhonig genannt). Eine Mischung aus beiden Sorten bezeichnet man als Mischhonig. Mischhonige erfreuen sich besonderer Beliebtheit, da man durch das Variieren der Anteile an Blüten- und Honigtauhonig einfach Farbe, Geschmack und Aroma beeinflussen kann. (Die meisten Honigsorten, die sowohl im Geschäft als auch beim Imker verkauft werden, sind Mischhonige.)
Eine natürliche Eigenschaft der Bienenvölker ist deren Schwarmtrieb. Allerdings ist dieser Schwarmtrieb für die meisten heutigen Imker unerwünscht.
Honig entsteht nicht nur durch die Verarbeitung von Blütennektar von Wiesenblumen. Bienen (und auch Menschen) lieben ebenfalls Honigtau, bekannt als Waldhonig. Diesen produzieren die Bienen aus Honigtau, einer süßen Flüssigkeit mit geringer Viskosität und klebriger Konsistenz. Den Honigtau sammeln Bienen von Nadeln, Blättern und Zweigen der Pflanzen, bringen ihn dann in ihren Stock und verarbeiten ihn dort weiter zu Waldhonig.
Die Desinfektion spielt im Kampf gegen Krankheiten eine entscheidende Rolle als abschließende Maßnahme, gleichzeitig dient sie aber auch als besonders wichtige Vorsorge.
Desinfektion von Honig- und Zucker-Vorräten
Beginnen wir mit der einfachsten Methode. Zur Desinfektion von Honig- oder Zuckervorräten genügt es, ein Viertel ihres Volumens an Wasser hinzuzugeben, d.h. 250 ml Wasser je Liter Honig. Danach die Mischung gut umrühren und 15 Minuten lang aufkochen.
Fast jedes Lebewesen auf der Welt hat natürliche Feinde oder zumindest Parasiten. Sicherlich freut sich niemand unter uns, wenn man bei einer Kontrollinspektion am Bienenstand feststellt, dass die ganzjährige Arbeit mit den Bienen durch irgendeinen Schädling zunichte gemacht wurde. Allerdings lässt sich dem vorbeugen – werfen wir also einen genauen Blick darauf, wie man die Bienenvölker gegen Schädlinge schützen kann.


























































































































































