Brände in Imkereieinrichtungen: Ein Phänomen, das wir nicht unterschätzen sollten
Können Brände in Imkereieinrichtungen wie Bienenständen und Bienenhäusern als Ausnahmefälle betrachtet werden? Im November des vergangenen Jahres wurde ich von unserem Verbandssekretär, meinem Imkerfreund František Krejčí, um nähere Informationen zu diesem Thema gebeten. Der Hintergrund war die steigende Zahl von Unterstützungsanträgen aus dem Selbsthilfefonds zur Deckung von Brandschäden.
Wie sieht die Situation aktuell aus? Zwischen 2018 und Oktober 2023 registrierte die Feuerwehr in der Tschechischen Republik 118 Brände in Imkereieinrichtungen. Davon waren 65 Fälle auf Unachtsamkeit zurückzuführen (55 %), 37 auf vorsätzliches oder nicht eindeutig feststellbares Handeln (31 %), 7 auf technische Defekte (6 %), 2 auf Blitzschlag (2 %) und der Rest wird noch untersucht (6 %). Die meisten Brände traten im Jahr 2019 auf, insgesamt 26 Fälle.
Eine detailliertere Analyse ergab, dass in 24 Fällen Feuerzeuge oder Streichhölzer Auslöser waren. Weitere 18 Brände verursachten Funken aus Asche oder beim Anzünden. Zu den weiteren Ursachen zählten der Umgang mit glühender Asche, das Liegenlassen von Schwefeldochten in der Nähe brennbarer Stoffe, offenes Feuer zur Beleuchtung oder zum Erhitzen, Schweißen und Schneiden, Nichtbeachtung von Sicherheitsvorschriften, elektrische Geräte, Abfallverbrennung, unsachgemäße Bedienung von Heizgeräten, Rauchen, Abbrennen von Gras, kindliches Spiel oder der Umgang mit leicht entzündlichen Flüssigkeiten beim Anzünden des Smokers sowie das unbeaufsichtigte Zurücklassen des Geräts.
Diese Übersicht sollte jeden Imker zum Nachdenken über seine Gewohnheiten im Umgang mit Feuer und Rauch bei der Bienenhaltung anregen. Laut Statistik hatte jeder vierte Brand im untersuchten Zeitraum einen Zusammenhang mit dem Gebrauch des Smokers. Das Hauptproblem liegt in der Art des Anzündens und der Verwendung von brennbaren Flüssigkeiten. Es wird empfohlen, feste Anzünder zu verwenden und Benzin zu vermeiden. Alkohol kann mit Vorsicht genutzt werden. Ebenso wichtig ist es, den Smoker sicher abzustellen, sodass er nicht umfallen oder auf brennbare Materialien (z. B. Pappe, Filz usw.) gestellt wird. Bei Arbeitsunterbrechungen sollte der Smoker so platziert werden, dass das Glimmen unterbrochen werden kann. Auch die Entsorgung der Aschereste muss außerhalb des Bienenhauses, auf der windabgewandten Seite, in einer kleinen, mit Erde zu bedeckenden Vertiefung erfolgen.
Sicherer Umgang mit Schwefel beim Abtöten von Bienenvölkern
Beim Umgang mit Schwefellampen und -kerzen steht die Sicherheit an erster Stelle. Es wird empfohlen, Lampen zu verwenden, die das Brandrisiko minimieren. Wenn offene Schwefeldochte eingesetzt werden, müssen sie stets in sicherem Abstand zu brennbaren Materialien, einschließlich Waben, und auf einer nicht brennbaren Unterlage platziert werden. Schwefelkerzen erfordern noch höhere Vorsicht.
In allen anderen Situationen auf dem Bienenstand oder im Bienenhaus sollten die allgemeinen Brandschutzregeln beachtet werden – ähnlich denen, die wir auch in unseren Haushalten oder Gärten anwenden.
Vorkommen und Auswirkungen von Bränden
Brände in Imkereieinrichtungen sind leider keine Seltenheit und verursachen erhebliche Schäden – nicht nur an der Imkereiausrüstung, sondern auch an umliegenden Gebäuden. Im Beobachtungszeitraum beliefen sich die Schäden auf 15,2 Millionen Kronen, also durchschnittlich 2,53 Millionen Kronen pro Jahr. Durch das Eingreifen der Feuerwehr konnten Werte in Höhe von fast 34 Millionen Kronen gerettet werden. Ohne diese Einsätze hätten die Schäden nahezu 49,2 Millionen betragen.
Es ist daher unerlässlich, dass Imker alle Brandschutzmaßnahmen ernst nehmen und mit größter Vorsicht handeln. Neben den durch Imker selbst verursachten Bränden (55 %) wurden 31 % der Brände absichtlich gelegt. Glücklicherweise kam es dabei nur zu fünf Verletzungen und zu keinem Todesfall.
Zum Schluss noch eine kleine Imker-Anekdote: Der Smoker wird im Volksmund oft auch „Räuchergerät“, „Raucher“ oder „Qualmer“ genannt.
Für das neue Jahr wünsche ich allen Imkerinnen, Imkern und ihren Bienen viel Gesundheit und eine erfolgreiche Saison.
aus der Zeitschrift Imkerei – Ing. Miroslav Štěpán





































































































































































































