Über die Asiatische Hornisse

Die Asiatische Hornisse (Vespa velutina) ist ein invasiver Schädling, der ursprünglich aus Südostasien stammt. Nach ihrer zufälligen Einschleppung nach Frankreich im Jahr 2004 verbreitete sie sich schnell nach Italien, Spanien, Portugal, Deutschland, Belgien, die Niederlande, Großbritannien und die Schweiz.
Im Gegensatz zur einheimischen Hornisse bedeutet die Asiatische Hornisse eine große Gefahr für die europäische Imkerei, denn Honigbienen machen bis zu 70 % ihrer Nahrung aus.

Obwohl in anderen betroffenen Ländern bereits Erfahrungen mit der Asiatischen Hornisse gesammelt wurden, existiert bisher keine vollständige Lösung für dieses Problem. Jan Ondrasik, ein Imker mit Tätigkeit in Frankreich, berichtete, dass im Jahr 2022 mehr als die Hälfte der Bienenvölker verloren gingen. Die Imker vor Ort stehen diesem Problem ohne staatliche Unterstützung und ohne Entschädigungsmöglichkeiten gegenüber. Ondrasik betont, dass uns noch Zeit bleibt, uns auf die Ankunft dieser invasiven Art vorzubereiten. Wir verfügen bereits über Wissen, wie Nester aufgespürt und beseitigt werden können, was eine der wichtigsten Aufgaben für Imker sein wird. Es ist wichtig, aufmerksam unserem Umfeld zu begegnen, Nester zu lokalisieren und zu kontrollieren, ob es sich um einheimische oder invasive Arten handelt, Fortbildungen zu besuchen und Informationen in der Öffentlichkeit zu verbreiten.

Die Asiatische Hornisse stellt nicht nur eine Bedrohung für Bienen, sondern auch für Menschen dar. Im Gegensatz zur heimischen Hornisse kann sie Menschen über Distanzen von bis zu 300 Metern verfolgen, bevor sie angreift. Ihr Stich verursacht sehr schmerzhafte und stark anschwellende Wunden und die Hornisse kann zudem mehrfach stechen.

Die Natur allein kann dieses Problem nicht lösen. Die Asiatische Hornisse hat in Europa keine natürlichen Feinde und unsere Honigbienen sind diesem Eindringling bislang schutzlos ausgeliefert.

Die Bienen leisten uns seit jeher wertvolle Dienste, doch jetzt brauchen sie unsere Unterstützung. Noch bleibt uns etwas Zeit, um uns vorzubereiten.

Quelle: Aus der Zeitschrift für Imkerei.