Herstellung von Met

Met zählt vermutlich zu den ältesten alkoholischen Getränken, welche Menschen herstellen lernten. Bereits in der Antike waren Abwandlungen von Met in beinahe allen Kulturen bekannt. Met entsteht hauptsächlich durch die Gärung von Honig und Wasser, wobei das Wasser teilweise oder vollständig durch Fruchtsäfte ersetzt wird, um fruchtigere Geschmacksnoten zu erzeugen. Ein grundlegender Vorteil der Metherstellung ist, dass man keinerlei spezielle Imkereibedarf-Artikel benötigt. An Ausrüstung genügen einfach eine Gärflasche, ein Gäraufsatz und geeignete Hefekulturen für die Metgärung.

Met und Honigwein

Früher verwendete man in unseren Breiten die Begriffe „Met“ und „Honigwein“ nahezu synonym und verwischte die Grenze zwischen ihnen. Tatsächlich stammt das Wort „Met“ ursprünglich aus dem Begriff „Honigwein“. Heute allerdings zieht das Gesetz eine deutlichere Linie zwischen diesen Getränken. Allgemein gilt: Honigwein enthält weniger Alkohol als Met und darf zudem keinerlei zusätzlichen Zucker enthalten.

Honig ist von jeher bekannt – sogar Höhlenzeichnungen aus der Urzeit zeigen Menschen bei der Nutzung von Honig. In der Antike war Honig das am weitesten verbreitete Süßungsmittel. Selbst die Maya schätzten Honig und bereiteten ein Getränk zu, das unserem heutigen Met ähnelte. Allerdings wählten sie eine ungewöhnliche Methode: Junge Mädchen gurgelten mit einer verdünnten Honiglösung, wodurch Hefen im Getränk landeten. Doch zurück zum traditionellen Met: Neben Bier gehörte Met zu den ersten weltweit verbreiteten alkoholischen Getränken. Erst als Wein an Popularität zunahm, geriet Met allmählich in den Hintergrund, und Honig rückte als Süßungsmittel in den Vordergrund. Dennoch überdauerte Met, besonders im Nordosten Mitteleuropas, wo der Anbau von Weinreben nicht so erfolgreich war. In Böhmen und Mähren zum Beispiel wurde Met schon im Mittelalter zu einem bedeutenden Exportprodukt.

Heute nimmt die Beliebtheit von Met in unseren Regionen wieder stetig zu, wie auch das vielfältige Angebot auf dem Markt bestätigt. Verschiedene Arten und Marken, von kleinen privaten Imkereien bis hin zu großen Handelsketten, bieten ihre Produkte an. Allerdings gilt Met immer noch als ausgefalleneres Getränk.

Die Herstellung von Met

Zunächst ist zu erwähnen, dass die Herstellung von hausgemachtem Met keine einfache Angelegenheit ist. Imker sind sich bewusst, dass dies ein äußerst sensibler und anspruchsvoller Prozess ist, bei dem besonders genaue Temperaturregelungen und Hygiene oberste Priorität haben. Für die Metherstellung eignet sich ein Kochtopf, ein Refraktometer zur Messung des Zuckergehaltes, Wasser und natürlich guter Honig sowie eventuell einige Gewürze und Zutaten, um den Geschmack zu verfeinern.

Der Herstellungsprozess beginnt mit dem Kochen des Wassers und Honigs zu einer Lösung, deren Zuckergehalt normalerweise zwischen 20 bis 30 % beträgt. Ein gründliches Erhitzen ist wichtig, um möglicherweise im Honig enthaltene Hefen, Schimmelpilze oder Bakterien abzutöten. Je hochwertiger und reiner der Honig, desto besser wird letztendlich der fertige Met schmecken. Entscheidend ist auch die Honigsorte, denn sie verleiht dem späteren Met seine Farbe und seinen unverwechselbaren Geschmack.

Nachdem der Honig-Wasser-Sud gekocht worden ist, werden die Hefen vorbereitet. Diese speziellen Hefestämme zur Metgärung sind heute problemlos zu beziehen, und ihre Verwendung ist in der Regel detailliert auf jeder Verpackung beschrieben. Die Hefe wird separat angesetzt und erst nach der erforderlichen Gäraktivierung der erkalteten Honiglösung zugegeben.

Nach dem Hinzufügen der Hefekulturen zur Basisflüssigkeit gibt man der Mischung genügend Zeit zur Gärung. Im Verlauf dieses Prozesses wird die Flüssigkeit einige Male vorsichtig abgefiltert und in kleinere Gefäße abgefüllt, wo die Nachgärung stattfindet. Erwarten Sie jedoch nicht, den fertigen Met bereits wenige Tage nach Gärbeginn verkosten zu können. Die Nachgärung von Met dauert normalerweise etwa ein halbes Jahr. In der Vergangenheit ließen die Menschen ihren Met teilweise sogar zwei Jahre und länger reifen. Während der monatelangen Gärung sollte man den Met regelmäßig kontrollieren, den Bodensatz entfernen und – je nach gewünschter Geschmacksrichtung – Zusätze wie Mandeln, Kräuter oder Zimt hinzugeben.

Sobald Met fertig vergoren ist, erfolgt die Verfeinerung von Geschmack und Farbgebung. Zusätzlicher Alkohol kann beigemischt werden, wenn eine stärkere Getränkestärke erwünscht ist – auf natürliche Weise erreicht Met etwa 13 % Alkoholvolumen. Durch Zugabe von karamellisiertem Zucker entsteht eine dunklere, sanft-edle und süßere Met-Variante.