Weitere Möglichkeiten zur Auffütterung und Reizanregung

Es gibt viele Möglichkeiten, die Futtervorräte aufzufüllen und die Bienen zur Aktivität anzuregen, ohne spezielle Futtergeräte zu benötigen. Nachfolgend einige bewährte Verfahren.

Zuckerteig mit Honig

Zuckerteig kann in Futtertröge gelegt oder als flache Scheibe direkt auf die Rähmchen gegeben werden. Zwischen Rähmchen und Folie sollte jedoch genügend Freiraum bleiben. Ich selbst forme daraus eine längliche Rolle – eine „Schlange“ –, die ich in den Wabengassen zwischen die oberen Leisten lege. Die Bienen nehmen dieses Futter gerne an und verarbeiten es zügig.

Vorratswabe

Zum Auffüttern oder Reizanregen können auch Futterwaben aus anderen oder eingelagerten Beuten genutzt werden. Diese Waben sollten mit Blütenhonig oder Zuckervorräten gefüllt sein. In den ersten Frühlingsmonaten sollte kein Waldhonig verwendet werden. Für Auffütterung und Reizmaßnahmen kann auch die Blín-Trennwand eingesetzt werden, insbesondere bei optimiertem Brutraum. Obwohl diese Methode weniger zeitaufwendig ist, kann das Öffnen des Stocks eine Abkühlung verursachen. Die Wabe kann vor dem Einsetzen leicht mit Wasser besprüht werden, damit die Bienen sie einfacher abtragen.

Invertzucker

Das Füttern und Reizen mit Invertzucker ist eine weitere Möglichkeit. Die Bienen nehmen ihn besser auf als Zuckerlösung, die sie erst aufspalten müssten. Ich bevorzuge Honig, der aus dem Sonnenwachsschmelzer beim Einschmelzen der Wachsdeckel gewonnen wird. Gekaufte Futterteige werden von den Bienen meist langsamer abgenommen – selbst hergestellter Teig aus eigenem Honig ist daher zu empfehlen.

Aufsetzen einer Zarge unter das Brutnest

Bei dieser Methode ist es wichtig, das Brutnest nicht zu zerreißen, um weder eine Abkühlung der Brut noch zusätzliche Arbeit für die Bienen zu verursachen. Durch das richtige Vorgehen werden die Vorräte nach oben verlagert, was den Wabenbau anregt.

Rähmchen im Bodenraum

Diese sehr gute Methode hilft, Futterwaben zu leeren, die anschließend zum Erweitern des Volkes verwendet werden können. Die Waben sollten mit kleinen Leisten unterlegt werden, damit die Bienen beidseitigen Zugang haben. Achten Sie darauf, dass keine fremden Bienen durch das Flugloch an die Waben gelangen – Honig im Bodenraum zieht Räuberbienen an. Beachten Sie die Gefahr der Krankheitsübertragung, wenn Waben aus fremden Völkern verwendet werden.

Hefe

Die Zugabe von Hefe zum Teig ist ein umstrittenes Thema. Ich selbst habe diese Methode noch nicht ausprobiert. Hefeteig wird von den Bienen schnell abgenommen und soll sich positiv auf ihre Gesundheit auswirken. Schon vor rund zweihundert Jahren wurde der Einsatz von Hefe mit der Einführung der beweglichen Waben erforscht, und in letzter Zeit erlebt er beispielsweise in Polen eine Renaissance.

Aus der Zeitschrift „Včelařství“, Jindřich Meduna, Choceň